Allianzwochende in Hollen und Augustfehn

Am 14. und 15. September fand das jährliche Allianzwochenende der drei durch die Allianz verbundenen Gemeinden Detern, Hollen und Augustfehn statt. Als Gastredner war Bernd Oettinghaus eingeladen. Er ist Pfarrer der Evangelischen Kirche und war viele Jahre lang Gebetsleiter der Evangelischen Allianz in Frankfurt. Derzeit engagiert er sich am Runden Tisch Gebet und in der Aktion „03. Oktober - Gott sei Dank“.

Am Samstag gestaltete Bernd Oetthinghaus in den Gemeinderäumen der Christus-Kirche Hollen ein Gebetsseminar. Ca. 20 Personen aus verschiedenen Gemeinden in der Region nahmen daran teil.

Im Seminar betonte der Referent, dass Gebet keine Technik ist, sondern ein Ort, an dem ich mich befinde: Durch das Gebet nehme ich den Raum in der Mitte der Dreieinigkeit ein. Wenn jemand für eine andere Person betet, nimmt er sie durch das Gebet mit hinein an diesen Ort der besonderen Nähe zum Dreieinen Gott. Deshalb kommt es auch nicht darauf an, die richtige Formel für das Gebet zu finden, um Gott dazu zu bewegen, dass zu tun, was ich mir wünsche. Es kommt vielmehr darauf an, mit der richtigen Haltung zu beten.

Bernd Oettinghaus betonte auch, dass das Gebet tatsächlich etwas bewirken und verändern kann. Er warnte vor einer fatalistischen Vorstellung, dass alles bereits vorherbestimmt sei und es sowieso passieren wird, wie es passieren soll. Wenn das so wäre, müssten wir nicht mehr beten. Als Illustration für diesen Gedanken verwies er auf den König Hiskia, dem Gott nach seinem Gebet 15 weitere Lebensjahre geschenkt hat, obwohl er eigentlich bereits sterben sollte.

Auf die Frage, wie wir mit unerhörten Gebeten umgehen sollte, antwortete Bernd Oettinghaus, dass Gott uns den Auftrag gegeben hat zu beten, aber, dass es seine Verantwortung ist, was er mit dem Gebet dann tut. Er hat uns dazu ermutigt, das Vertrauen in Gott auch nach unerhörten Gebeten nicht zu verlieren und dem Gebetsauftrag treu nachzukommen.

Er verwies auch darauf, dass die eine Erfüllung des Gebets bereits dadurch geschieht, dass wir uns durch das Gebet in die Gemeinschaft mit Gott begeben. Und das sei ja das Ziel unseres Lebens im Glauben, Gott nahe zu sein.

Am Sonntag feierten wir dann einen gemeinsamen Gottesdienst in der EFG Augustfehn. Unterstützt wurde der Gottesdienst durch den Posaunenchor aus Hollen und Detern und dem Chor Zwischentöne. In der Predigt griff Bernd Oettinghaus eine Begebenheit aus der Wüstenwanderung des Volkes Israel auf. Das Volk wird von den Amalekitern angegriffen und immer, wenn Mose die Hände zum Gebet hebt, siegten die Israeliten; und wenn er sie senkte, verloren sie während des Kampfes. Durch diese Geschichte betonte er wie im Seminar, dass Gott uns dazu beruft, durch das Gebet am Reich Gottes aktiv mitzuwirken.

Pastor Karl Karzelek, EFG-Augustfehn